Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde

 
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Spenden helfen Brandopfern von Gruberhof

Betzenhausen. Der Dachstuhl ist aufgerichtet. Das Richtfest kann gefeiert werden. Letzte Woche war es soweit. Die Zimmerleute rückten an und brachten mit handwerklichem Geschick die Holzkonstruktion aufs Dach. Neben dem neuen, hellen Holz sieht man die dunklen Stellen am Gebäude, die an den verheerenden Brand am 25. Mai, am Tage nach Pfingsten, erinnern. Doch bald sind auch diese Spuren verschwunden.

Seinerzeit ist das gesamte Dachgeschoß des Mehrfamilienhauses beim Betzenhauser Torplatz mit 14 Wohnungen und 25 Bewohnern vollständig ausgebrannt (wir berichteten). Es war ein großes Glück, dass niemand verletzt wurde. Alle Wohnungen mussten geräumt werden. Die Bewohner im Dachgeschoss, darunter eine junge Familie mit kleinen Kindern, verloren ihre gesamte Habe. Nichts konnte mehr gerettet werden. Auch die anderen Bewohner hatte große Schäden zu beklagen.

 

Unmittelbar nach dem Band setzte eine große Hilfsbereitschaft ein. Vielen Menschen aus der Nachbarschaft und aus dem Stadtteil, ja aus ganz Freiburg und Umgebung, ging das Geschehen sehr nahe und sie wollten helfen. Die Hilfe war dringend nötig, denn einige Betroffene waren nicht gegen Brandgefahren versichert (Hausratversicherung). Sind sie daher selbst schuld oder sollte man gerade ihnen helfen?

 

Für den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde war das nicht die Frage. Er hat gleich in den ersten Tagen zusammen mit Helfergruppen aus dem Stadtteil – darunter Mitglieder aus der Matthäusgemeinde und dem Lebensmittelladen „Treff 3000“ in der Nachbarschaft – einen Spendenaufruf gestartet und die Hilfe organisiert. Presse, Rundfunk und das lokale Fernsehen berichteten und unterstützten die Spendenaktion.

 Neben dem stattlichen Betrag von 8200 Euro kamen etwa 100 Sachspenden zusammen. Dies alles musste organisiert werden. Nicolai Bischler vom Bürgerverein und Astrid Skaletz aus der Nachbarschaft kümmerten sich um die praktische Abwicklung. Galt es doch, die Spendenmittel gerecht einzusetzen und auch die angebotenen Gegenstände richtig zu vermitteln.

 Bargeld wurde nicht ausbezahlt, vielmehr wurden die benötigten Gegenstände in Absprache gekauft (Möbel, Matratzen, Haushaltsgeräte). Die Geschäfte gaben Rabatte und Handwerker halfen unentgeltlich mit. Die neu bezogenen Wohnungen mussten einigermaßen brauchbar ausgestattet werden. Und auch Hilfe in Verwaltungssachen war gefragt, wenn alle persönlichen Unterlagen verbrannt waren. Bis alle gekauften und gespendeten Möbel am richtigen Platz standen, waren viele Telefonate und Besuche erforderlich.

 Heute – einige Monate nach dem Brand – kann man Bilanz ziehen. Alle brandgeschädigten Bewohner haben eine neue Unterkunft gefunden. Mit den eingegangenen Mitteln konnten alle ordentlich ausgestattet werden. Das Organisationsteam und alle Betroffenen im Gruberhof bedanken sich ganz herzlich bei allen, die mit Rat und Tat einen guten Neuanfang ermöglicht haben.

Rolf Baiker, Foto: BZ

 

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