Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde

 
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Bebauung Tränkematten Süd

Bürgerverein fordert eine offene Diskussion des Bebauungsplans

Die geplante Bebauung der Tränkematten-Süd hat den Vorstand des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde in mehreren Sitzungen beschäftigt. Der Bürgerverein spricht sich nicht grundsätzlich gegen eine Bebauung aus. Diese muss aber eine maßvolle und dem Charakter der Umgebung angepasste Bebauung sein. Die vorliegende Planung weist abernach Ansicht des Bürgervereins betzenahsuen-Bischofslindeeine  ganze Reihe von Problemen auf.

 Die städtebauliche Planung folgte bisher dem Konzept von einer urbanen Mitte des Stadtteils Betzenhausen-Bischofslinde mit einer dichten Bebauung zu einer dörflichen Bebauung im Dreisamvorland.  Im Bebauungsplan von 1984 war die heutige Ricarda-Huch-Straße als Baugrenze zum offenen Land definiert und deshalb auf eine Bebauung mit 2 Geschossen und einem Dach mit 20-24 % Neigung beschränkt.

 

Die jetzt geplante Bebauung geht über dieses Maß weit hinaus und würde eine mauerartige und dichte Bebauung darstellen, die den bisherigen städtebaulichen Intensionen vollständig widerspricht“, so Dr. Thomas Hammerich, 1. Vorsitzender des Bürgervereins.

 In den letzten Jahren hat sich das Gebiet zum einem Biotop entwickelt. Inzwischen wurde es durch eine illegale Abholzaktion  zu einer weitgehenden Brache umgewandelt. Hammerich  fordert deshalb, „dass daraus kein Vorteil für den Investor erwachsen darf.  Eine faunistische Kartierung des Geländes halten wir für wenig zielführend!“

 

„Wir fordern  vielmehr, dass eine Kartierung von vergleichbaren Biotopen, wie z. B. von Tränkematten, durchgeführt wird und der Beurteilung zu Grunde gelegt wird. Ebenso fordern wir die Umsetzung der Empfehlungen der Umwelterheblichkeitsprüfung mit einem Gewässerrandstreifen von 7,5 m.“, so Nicolai Bischler, 2. Vorsitzender.

 Durch die geplante große Tiefgarage wird großflächig in das Grundwasser eingegriffen. Die Auswirkung dieser Maßnahmen auch während der Bauzeit wird im Bebauungsplan nicht erwähnt. Sie sind auch insbesondere auf die Auswirkung auf die Vegetation nicht untersucht. Ebenso wurde das Risiko für den sich auf dem Gebiet liegenden Grundwasserbrunnen nicht untersucht.

 Der Vorstand diskutierte ebenso die Frage der Zuwegung über die Ricarda-Huch-Straße. Heute schon stellt jedoch die S-Kurve bei der Zufahrt von  der Kussmaulstraße her trotz verkehrsberuhigter Zone ein Gefahrenpunkt  dar. Der Ausbau der Straße entspricht nicht den Angaben des Bebauungsplans, sie ist deutlich schmäler gebaut worden.  Aus unserer Sicht  würde der zu erwartende Mehrverkehr diese  Straße überfordern. Es gibt bisher noch keine Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit der Straße oder zu alternativen Zuwegungen.

Ein weiteres Problemfeld stellt der sogenannte Abreitplatz dar. Dieser wurde vom früheren Besitzer der Stadt Freiburg unter der Maßgabe der Errichtung eines Kindergartens geschenkt, was ist dies mit einer Baulast abgesichert.

 Hammerich stellt klar: „Wir wenden uns deshalb gegen eine Bebauung dieses Areals mit Wohnbebauung. Hier ist auf städtischem Areal die Schaffung von dringend benötigten Sozialflächen möglich.“

 „ Wir sind der Meinung , dass es sinnvoller wäre, von einem Ausstellungsbeschluss zum jetzigen Zeitpunkt abzusehen“, so  Bischler, da weder die städtebaulichen Fragen, noch die des Natur- und Grundwasserschutzes oder der Zuwegung bisher untersucht wurden.  Zielführend wäre es, zuerst die  grundsätzlichen Fragen in einem breiten Prozess zu diskutieren, um eine grundsätzliche Lösung zu finden.

 nb

 


 

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