Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde

 
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Bürgerverein fordert Reduzierung der Geschoßhöhe bei Punkthäusern

In seinem Beitrag im Bauausschuss vom 18.01.2012 stellte Nicolai Bischler für den Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde zunächst folgendes klar:
1.    Der Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde (und auch die BI) waren nie grundsätzlich gegen eine Bebauung der Tränkematten. Aber die städtebauliche Gestaltung sollte sich  unserer Meinung nach möglichst unauffällig der vorhandenen Baustruktur und insbesondere der Landschaft angleichen.
Dieser Satz stammt aus dem BPL aus dem Jahre 1993, und hier geht im Wesentlichen hervor, woran sich eine mögliche Bebauung zu orientieren hat!

2.    Das zweite Missverständnis steht in der Vorlage zur Sitzung. Auf Seite 2 unter Punkt 1, Abs. 3 erster Satz: „In mehreren Abstimmungstermine wurde ein Entwurf erarbeitet, der die Änderungswünsche der Bürgerschaft weitgehend berücksichtigt“.

Dies ist absolut  nicht der Fall, das Gegenteil ist zutreffend: die Änderungswünsche wurden weitgehend nicht berücksichtig! Und da dies so nicht zutrifft, bat er die Verwaltung  diesen Satz ersatzlos zu streichen!

 

 

 

Die Bebauung muss sich nach Meinung des Bürgervereins nach an der bestehenden Bebauung im Quartier orientieren und einfügen und nicht in erster Linie das Gewinnstreben des Investors im Auge haben!

Um ein optisches Einfügen in die bestehende Bebauung zu erreichen, ist  es wichtig, dass zum einen die Bedachung der RH klar definiert ist und zwar mit Satteldach und dass ferner auch die Höhe  der RH mit 8,50 m festgelegt  wird. 
Um zu erreichen, dass sich die Menschen im neuen Quartier auch wohlfühlen, ist es aber auch wichtig, dass die bauliche Dichte nicht bis zu letzten ausgereizt wird, sondern auch Flächen als Sozialflächen bereitgehalten werden. Dies wird eben dadurch erreicht, daß die öffentlich genutzten Flächen nicht in die Berechnung der Grundstücksflächen und Geschossflächen eingerechnet werden und sich somit die Wohneinheiten reduzieren würden.

Die Reduzierung der WE ist aber auch aus folgenden Gesichtspunkten geboten:


1.    Fließender und ruhender Verkehr
Es ist davon auszugehen, dass mittelfristig mit  ca. 200 Fahrzeuge zurechnen ist, denen aber nur  95 Stellplätze und 15 Besucherplätze gegenüberstehen.
Und wie es halt so ist, wird sich der Großteil der neuen BewohnerInnen nicht daran halten , sein Auto in die Tiefgarage zu stellen, sondern möglichst nahe an die Haustüre – und genau das führt bei dieser Menge PKW´s zu rieseigen Problemen.

2.    Müllentsorgung
Wenn die Zufahrtsstraßen nicht öffentlich sind, wird die Müllabfuhr nicht auf Privatgelände fahren (analog dem Eintracht-Gelände). Wo sollen bitte schön die Abfallbehälter stehen, sagen wir auch 200 St (grün, grau, braun)? Das Chaos ist vorprogrammiert.

3.    Sicherheitsaspekte: Feuerwehr, Notarzt
Auch hier ist z.B. die Wendeplatte für Feuerwehr und Notarzt nicht ausreichend. Es ist fraglich, ob die Planung einer Sicherheitsüberprüfung stand halten würde.

Der Bürgerverein  fordert vom Bauausschuss, die Wohneinheiten zu reduzieren. Dies kann bei den 5 Punkthäusern erfolgen, da diese weder optisch noch funktionell in das Baugebiet passen.
Aus diesem Grund regen wir an die Punkthäuser 2 geschossig plus Attika zu gestalten. Dies wurde auf dem Eintracht-Gelände, bei den (Stuckert-Häusern) genauso gehandhabt und es ist nicht nachvollziehbar warum man dort die Bebauung gedeckelt hat und im offenen Dreisamvorland eine 4 geschossige Bauweise zugelassen werden soll.


Der Bürgerverein  wehrt sich nicht gegen eine moderne Bebauung, auch nicht gegen Punkthäuser:  Treubau und Kirscher bauen in Gundelfingen gerade 5 Punkthäuser, 2 Geschosse mit Attika, die könnten  als Alternative durchaus vorstellbar sein. Hier wird mit 34 WE genau das umgesetzt,  was der Bürgerverein für die Tränkematten  fordert! Und warum sollte das in Betzenhausen-Bischofslinde nicht funktionieren, selbst, wenn man die WE z. B. auf 40 festlegen würde.


Auf jeden Fall legen wir Wert darauf, daß die Zahl der Wohneinheiten im BPL festgeschrieben wird (auch eine Forderung aus der Bürgerschaft, die nicht in die Vorlage eingegangen ist).


Zum  Grünstreifen. Hier legt der Bürgerverein  Wert darauf, dass der Grünstreifen in der ursprünglichen Form, durchgängig wieder hergestellt wird. Im Plan ist er unterbrochen, was dazu führt, dass der Weg als Verbindungsweg für Parker benutzt wird, die ihr PKW  z.B. in der Richarda Huchstr abstellen, was dort dann zu Problemen führt – die Situation dort ist ohnehin schon sehr angespannt!


Gewässerschutzstreifen
Nach dem Landeswassergesetz Baden-Württemberg, § 69b, Abs. 2 ist ein Gewässerschutzstreifen von min. 10 m Breite vorzusehen. Durch die unzulässige Rodung des Erschließungsgebietes wurde die vorhandene Ufervegetation zerstört. Der Bürgerverein fordert deshalb, den Mühlbach mit seiner Gewässergüteklasse 1-2 naturnah, entsprechend dem Beispiel im Dietenbachgelände, auszubauen.

Baustellenzufahrt – Gewann Obergrün
Der Bereich Obergrün ist für Betzenhausen-Bischofslinde ein fußläufiges Naherholungsgebiet und wird von der Bevölkerung stark frequentiert.  Eine Baustraße beeinträchtigt auch die Arbeit des Vereins „Bauerhoftiere für Stadtkinder“, der das Gelände im Obergrün gepachtet hat.
Dabei ist größten  Wert darauf zu legen,  daß wirklich alle Erschließungs-möglichkeiten geprüft werden und mit dem Gewann Obergrün äußerst sensibel umgegangen wird.

Abreitplatz:
Das Gelände des „Abreitplatzes“ wurde durch Herrn Rolf Pleuger der Stadt mit der Maßgabe geschenkt dort einen Kindergarten zu errichten. Nun wird so verfahren, als ob es diese Vereinbarung nie gegeben hätte. Ein Ignorieren dieser großzügigen Geste können wir  so  nicht akzeptieren.
Bei Kindergartenplätzen besteht in Betzenhausen-Bischofslinde ein großes Defizit deshalb fordern wir die Zweckbestimmung im Sinne Rolf Pleugers umzusetzen und entweder einen Kindergarten zeitgleich zu errichten (zB Anne-Frank-Schule) oder die Einnahmen aus dem Verkauf des Grundstücks einem anderen sozialen oder familiennahen Zweck in Betzenhausen-Bischofslinde zuzuführen (z.B. Freibad West). Es stünde der Stadt Freiburg gut an,  hier etwas Größe und Kreativität zu zeigen!

 

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