Nicolai Bischler jetzt Zweiter Vorsitzender
Die Stadtteilentwicklung bleibt Schwerpunkt der Arbeit des Bürgervereins
Der 1.Vorsitzende des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde, Dr. Thomas Hammerich, durfte sich über einen guten Besuch der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus freuen. Unter den Gästen waren auch der Ehrenvorsitzende Rolf Abendschein, Ortschaftsrätin Sigrun Löwisch aus Lehen und mehrere Vereinsvorsitzende. Nach der Begrüßung gedachte die Versammlung der sechs im Berichtsjahr verstorbenen Mitglieder.
In seinem gestrafften Tätigkeitsbericht ließ Hammerich die wichtigsten Ereignisse im Berichtsjahr 2009 anklingen. Dazu gehörten der gelungenen Neujahrsempfang mit der 100-Jahrfeier des Bürgervereins, der Bürgerhock unter der Regie des Musikvereins, des Gesangvereins Liederkranz und der Sportfreunde Eintracht. Für sehr wichtig hielt der Vorsitzende die Feier zur Totenehrung auf dem Betzenhauser Friedhof. Nicht unerheblich seien die Kosten für die beiden jährlich aufzustellenden Christbäume im Einkaufszentrum Bischofslinde und am Betzenhauser Torplatz. Hier müsse man sich auf Sponsorensuche machen.
Mit ein Höhepunkt sei das Bürgergespräch mit Obertbürgermeister Dieter Salomon im September gewesen. Man habe auch die Gerhart-Hauptmann-Schule in der Bemühung um die Erhaltung der Werkrealschule maßgeblich unterstützt.
Chummy gehe endlich seiner Vollendung entgegen, tätig sei seit einiger Zeit Benjamin Jung als Sozialarbeiter. In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Mooswald kämpfe man um die Öffnung des Freibeckens im Westband. Stets bemühe sich der Bürgerverein, eine Minderung des Verkehrslärms beim Zubringer Mitte zu erreichen. Hier sei allerdings nicht nur die Stadt zuständig.
Nach wie vor sei die Entwicklung und Neugestaltung der Stadtteilzentren als Gegengewicht zum Geschäftszentrum im Brielmanngelände ein wichtiger Schwerpunkt in der Arbeit des Bürgervereins.
Matthias Fridrich, Leiter der Stadtgestaltung im Stadtplanungsamt hielt einen Kurzvortrag zum Thema „Was muss ein städtischer Platz leisten. Er hatte den Betzenhauser Torplatz als Beispiel gewählt. Anhand von Bildern veranschaulichte er die Grundtypen von Plätzen und ihrer angrenzenden Bebauung als Platzkanten. Danach variierte er den Torplatz mit und ohne die dort stehenden Bauten und sah in der Verknüpfung mit der gegenüberliegenden Seite die künftige Aufgabe dieses an sich sehr schönen Platzes. Da werde es jedoch noch manche Überlegungen geben müssen, schloss Fridrich.
Schatzmeister Arnold Löffler konnte von einer gesunden Kassenlage berichten, die Kassenprüfer Manfred Laube und Thomas Muschiol bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, sodass der gesamte Vorstand entlastet werden konnte.
Die sich anschließenden Neuwahlen wurden nur für 1 Jahr bis zur nächsten 2011 stattfindenden Wahl des Gesamtvorstandes vollzogen. Christine Sturm hatte nicht mehr als II. Vorsitzende kandidiert. Für sie wurde Nicolai Bischler in dieses Amt gewählt. Seinen Posten als bisheriger Schriftführer übernahm Beate Hagel, während Christine Sturm in den frei gewordenen Beisitzerplatz gewählt wurde.
Für 2010 ist wieder eine Dreisamputzete zusammen mit der Gerhart- Hauptmann-Schule geplant. Desweiteren will sich der Vorstand um eine verbesserte Finanzierung der Aktionen des Bürgervereins kümmern. Intensiv soll die Stadtteilentwicklung vorangetrieben werden. Bislang, so Hammerich, habe die Stadt 65.000 Euro für Planungen zur Verfügung gestellt. Völlig unklar sei hingegen woher die zwei Millionen kommen sollen, die für Veränderungen in den Stadtteilzentren notwendig sein werden.
Von der VAG erwarte man, dass mindestens bis zum 1. Todestag des verunglückten Mädchen, die Haltestelle Betzenhauser Torplatz wesentlich verbessert sei!
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ entstand eine angeregte Diskussion. Ein Bürger wies darauf hin, dass in der Bischofslinde eine große Naturtanne stehe. Man solle mit dem Eigentümer sprechen, ob diese Tanne in der Weihnachtszeit als Christbaum mit Lichtern ausgestattet werden könne. Es wurde auch nach massiven Aktionen für die Öffnung des Freibeckens im Westbad gefragt und eine große Demo vor dem Rathaus vorgeschlagen. An markanten Punkten, so ein weiterer Vorschlag, sollten Informationstafeln für die Bürger aufgestellt werden. Hier wurde auch auf die stets überarbeitete gute Homepage des Bürgervereins verwiesen. Das Bürgerblättle sollte noch möglichst in allen Geschäften ausgelegt werden. Dazu müsste die Auflage von 7300 wesentlich erhöht werden. Sonnland als unmittelbarer Angrenzer bat um verstärkte Bemühungen, den Verkehrslärm am Zubringer Mitte zu reduzieren. Der laufende Wahlkampf zur OB-Wahl sollte verstärkt für die Wünsche zum Westbad genutzt werden. Ein Bürger meinte, ob die Bürger des Stadtteils überhaupt wüssten, welche Folgen die Planungen des Bürgervereins für veränderte Stadtteilzentren haben könnte. Der Vorsitzende versuchte mit klärenden Worten zu erläutern, dass gerade negative Folgen durch diese Maßnahmen für den Stadtteil verhindert werden sollten.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Ingeborg Schäfer-Duwe, Giesela Gilbert, Gertrud Schmid, Sigrid Oberlin-Constantini, Peter Kruß und Manfred Zepezauer geehrt. Die Urkunden werden ihnen, da sie nicht anwesend waren, zugestellt.
Abschließend wies Hammerich auf eine Podiumsdiskussion am 24. März auf Anregung der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) mit den drei OB-Kandidaten im Bürgerhaus im Seepark hin.
Harald Albiker